Bei echtem Fritz-Walter-Wetter war der Rasenplatz im Jahnstadion nur schwer zu bespielen.

Bei beiden Teams gab es vor allem in der Anfangsphase viele Fehlpässe, ehe Tarik Kurt die erste Möglichkeit für Kaiserau vergab. Auf der anderen Seite scheiterte Kamen durch Emre Demir an der Oberkante der Querlatte. Rahim Kocakus probierte sein Glück mit einem Schlenzer, der allerdings am Tor vorbei ging.
Ausgerechnet nach einer Verletzungsunterbrechung ging Kamen dann in Führung. Kocakus setzte sich auf der rechten Seite gut durch und Demir traf zur Führung. Genau auf der Seite fehlte in dem Moment Lukas Schuster und Kaiserau kassiert in Unterzahl den Gegentreffer. Kurz vor der Halbzeitpause gab es noch eine kleine Möglichkeit für den VfL. Mirco Gohr probierte mit seinen Querpass Elmar Skrijel zu finden, aber SuS-Keeper Jonas Trebing war zur Stelle.
SuS-Trainer Steffen Köhn ließ sich dann noch zu einer Dummheit hinreißen, als er den Ball bei einem Einwurf festhielt und der Schiedsrichter die Rote Karte zückte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der Gast den deutlich besseren Start und hatte die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Daniel Suzano scheiterte an der Unterkante der Latte und der Ball sprang dann zurück ins Feld.
Treffsicherer war dann erneut Kamen. Nach einer guten Kombination sorgte Suzano mit einer unglücklichen Aktion dafür, dass der Ball von seinem Schienbein ins Tor ging.
Bitter dann die Rote Karte für VfL-Kapitän Demir, der nach einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen Timo Milcarek vom Feld musste. Kaiserau drückte in Überzahl auf den Anschlusstreffer und scheiterte erneut an der Latte des VfL-Tores.
Dann forderte der SuS Elfmeter, aber der Schiedsrichter entschied beim Handspiel nur auf Freistoß. Wenig später schoss Lasse Schiedel über das Tor und Can Demircan rettete auf der Torlinie. Kurz vor Ende der Partie sorgte Rahim Kocakus mit seinem Tor für die Entscheidung.
„Das war ein brutal wichtiges Spiel. Es war alles dabei, aber dennoch ein faires Spiel. Ich wünsche Kaiserau viel Erfolg und ich hoffe, dass sie in der Liga bleiben“, hatte VfL-Trainer Mehmet Kara nette Worte für den Gegner und lobte sein Team: „Wir waren die spielerisch bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“
„Es ist eine absolut unverdient hohe Niederlage gegen eine schwache Kamener Mannschaft. Ich habe keine Ahnung, warum die so weit oben stehen. Wir waren vor allem in der zweiten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft“, fand Köhn harte Worte und nannte Gründe für die Niederlage: „Wir waren einfach nicht effektiv und im Abschluss zu ungenau.“
VfL: Kiranyaz – Kilinc, Celik, Kocakus, Demir, Demircan, Skrijelj (86. Ücüncü), Gohr (76. Jurkiewicz), Ugur, Stefanidis (78. Oxe), Karduman
Tore: 1:0 Demir (38.), 2:0 Suzano (57./Eigentor), 3:0 Kocakus (88.)
Rote Karte: Demir (67./Tätlichkeit)
Quelle: Hellweger Anzeiger vom 14.03.2026 / „VfL Kamen sichert sich emotionalen Derbysieg gegen SuS Kaiserau“
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